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Straßensanierung in Adendorf: Wer am lautesten brüllt, hat nicht immer recht — 1 Kommentar

  1. Den folgenden Brief habe ich an Frau Bärbel Sasse als Erwiderung auf ihren vorstehenden Leserbrief gerichtet.

    Adendorf, den 22.07.2016

    Sehr verehrte Frau Sasse,

    über Ihren Leserbrief vom 18.07.2016 muss ich mich schon sehr wundern. Sie waren es doch, die als einzige Vertreterin des Adendorfer Gemeinderats die Zeit aufgebracht hat, sich mein Referat über Gerechtigkeit im Ev. Gemeindehaus anzuhören. Es muss Ihnen doch klar geworden sein, dass mir Gerechtigkeit in allen Belangen sehr am Herzen liegt. Nicht umsonst habe ich viele Stunden zugebracht, um diesem Thema anhand vieler Beispiele in verständlicher Form einigermaßen gerecht zu werden.
    Umso mehr erstaunt mich, dass Sie sich gegen die sofortige Abschaffung der unseligen SABS wenden. Ihr Argument, dass sich diejenigen Mitbürger zu Recht darüber aufregen würden, die bereits in der Vergangenheit zur Kasse gebeten wurden, mache ich mir zu eigen. Aber es gibt eine praktikable Lösung dieses Problems: Alle Hauseigentümer, die zur Sanierung ihrer Straßen in den letzten Jahren finanziell beigetragen haben, werden von einer Erhöhung der Grundsteuer solange befreit, bis ein finanzieller Ausgleich geschaffen worden ist. Da es sich um eine überschaubare Anzahl von Betroffenen handelt, dürfte diese Lösung kein Problem für die Verwaltung darstellen. Wie mir von sehr kompetenter Stelle – einem Adendorfer Mandatsträgers – auf meine Nachfrage hin versichert wurde, ist diese Lösung durchaus realisierbar.
    Im Übrigen wurde auf einer der letzten Bauausschusssitzungen auf Befragen des Kämmerers an Beispielen aufgezeigt, dass eine Erhöhung der Grundsteuer um ca. 100 Punkte notwendig wäre, um einen Ausgleich zu der dann weggefallenen SABS zu schaffen. Je nach Grundstücksgröße und Baujahr würden zwischen 30 und 130 € jährliche Mehrkosten anfallen. Das Protokoll dieser Sitzung liegt mir vor. Sie, Frau Sasse, werden doch wohl nicht behaupten wollen, dass Bürger, die 200 € und mehr für einen qm Bauland in Adendorf klaglos bezahlen, nicht in der Lage wären, diese unerheblichen Mehrkosten zu tragen.
    Ihr Ausdruck „Wer am lautesten brüllt, hat nicht immer recht“ trifft den Falschen. Ich habe Herrn Kloss stets als einen sehr ruhigen, sachlich argumentierenden Mitstreiter erlebt. Im Übrigen sprechen er und Herr Wilhus nicht pro domo. Ihre Straße, der Lindenweg, steht nicht zur Restaurierung an. Was das von Herrn Kloss angesprochene Privileg angeht, so meint er, übrigens wie auch ich, die Tatsache, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Ratsmitgliedern in verkehrsberuhigten Zonen wohnt und darüber hinaus in Straßen, die zu Lebzeiten dieser Damen und Herren keiner Renovierung bedürfen werden. Ich erwähne nur die Helene-Lange-Str., die Gerberstr., die Böttcherstr., die Kastanienallee, die Straße „Am Wischhoff“, den Grüner-Jäger-Weg u.a. Das Gleiche gilt übrigens interessanterweise auch für „Ihre“ Straße, die Kantstraße! Ich behaupte, dass diese durch und durch unsoziale SABS schon längst abgeschafft worden wäre, wenn einige dieser Mandatsträger Anlieger der zur Diskussion stehenden, renovierungsbedürftigen Straßen wären.
    Zum Schluss eine Frage: Kann es sein, dass wahlpolitische Gründe Sie veranlasst haben, einen derart kritikwürdigen Leserbrief zu schreiben? Befürchten Sie eventuelle Stimmenverluste am 11.09.16? Sicherlich wird Ihnen nicht entgangen sein, dass ich mich nicht als Kandidat der ABAE (Aktive Bürger Adendorf Erbstorf) habe aufstellen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Dreilich

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